Die kath. Kirche nach der Reformation

Seit der Einführung der Reformation gab es während Jahrhunderten keinen katholischen Kult mehr in unserem Tale. [1]

Einzelne Personen katholischer Konfession vor allem Handwerker – mögen sich schon in früheren Jahrhunderten vorübergehend in Andeer aufgehalten haben. Sie waren als Zugewanderte und «Andersgläubige» mehr geduldet als willkommen.

Bei der immer wiederkehrenden Ausbeute der Erzvorkommen war die Anwerbung kundiger Knappen unerlässlich. Diese stammten vornehmlich aus katholischen Gegenden wie Tirol, Italien und Süddeutschland. In der Regel verliessen diese Fremdarbeiter unser Tal wieder, wenn die Bergwerke stillgelegt wurden, was gewöhnlich nach kurzer Zeit geschah. Einzelne dieser Zugezogenen blieben aber länger da, wurden sesshaft und gelegentlich auch ins Bürgerrecht aufgenommen. Dies geschah vornehmlich in Ausserferrera aber auch in einigen andern Ortschaften des Schams.

  1. Segnete ein Katholik das Zeitliche innerhalb von Schams, so erfolgte seine Bestattung im nächst gelegenen katholischen Ort und das war Cazis.