Bauliche Tätigkeit neueren Datums

In den 1930er, den 1960er und 1970er Jahren wurde gar manches zur Erhaltung, Verschönerung und Verbesserung unternommen. Dazu gehören: Neueindeckung des Kirchendaches mit Schieferplatten, neue Bestuhlung, eine Orgel mit 8 Registern, neuer Boden und Verkleidung der Seitenwände mit Arven Täfer, elektrische Heizung und Beleuchtung. Zudem ein kleiner Brunnen mit fliessendem Wasser erleichtert die Wartung des Friedhofes. [1] [2]

Die letzte umfassende bauliche Erneuerung ist die grösste die je durchgeführt worden ist. Die politische Gemeinde brachte Fr 120,000 und die Kirchgemeinde Fr. 2O0,000 auf.

Was alles gemacht wurde sei hier kurz erwähnt: Anstrich von Kirche und Turm, Überholung der Inschriften und der Bemalung, bequemere Gestaltung der Bänke, neue Orgel mit 16 Registern, Beseitigung von 3 Zugstangen im Schiff und Chor, neue, verstärkte Beleuchtung, Schwerhörigen-Anlage, Liedertafel, Opferbüchsen, elektrisches Glockenspiel, Instandstellung der Kirchturmtreppen, eiserne Geländer um die Plattform des Kirchturms, Vergoldung der Ziffern und Zeiger am Zifferblatt, neues Eingangstor zum Friedhof, Urnenanlage, Ausbesserung der Kirchhofmauern, Scheinwerferbeleuchtung für Kirche und Turm. Die Urnenanlage wurde ausserdem im Jahre 1981 erweitert. [3]

Der Gedenkgottesdienst zum 300-jährigen Bestehen der evangelischen Kirche fand am 4. November 1973 unter reger Teilnahme der ganzen Bevölkerung statt. [4] Predigt, Ansprachen, Gesang und Orgelvorträge in der gediegen hergerichteten und geschmückten Kirche hinterliessen einen tiefen Eindruck, sodass der grosse Tag in bester Erinnerung verbleiben wird. [5]

  1. Die früher einzelnen Familien gehörenden Kirchenstühle, welche mit Namen und Wappen versehen waren, wurden schon viel früher entfernt. Sie waren im Chor (tarmegna) aufgestellt hier nahmen jeweils die Dorfgrössen Platz. Sonntags und bei anderen Anlässen trugen sie einen frackartigen, schwarzen Rock (barlatg, casatga) und Zylinder.
  2. Die Kosten betrugen für die Reparaturen Fr. 7209, für. die Orgel Fr 3500 und für die Heizung Fr. 3740.
  3. Der Friedhof war 1887 vergrössert worden. Man sprach in der Folge vom neuen und alten Friedhof. Heute ist diese Unterscheidung nicht mehr geläufig.
  4. Als Architekt waltete Paul Hintermann, Rüschlikon. Orgelberater war Musikdirektor Jakob Kobelt und die Orgel stammt von Th. Kuhn, AG Orgelbau, Männedorf. Die Urnenanlage wurde von Fritz Dieroff, St. Gallen, geplant.
  5. Wenig passend kann die Inschrift bei der unteren Kirchentüre bezeichnet werden, wo es heisst: «Renoviert 1964. Stent unter dem Schutz des Kantons Graubünden.» Es stehen wohl alle Kirchen und auch anderweitigen Gebäude unter öffentlichem Schutz. Auch der sonst übliche Hinweis. «Steht unter Denkmalschutz» wirkt störend und deplatziert. Er sollte durch ein allgemein verbindliches Signet ersetzt werden, sofern dies überhaupt notwendig ist. Anderweitige Subventionen, Beiträge und Stipendien der öffentlichen Hard werden kaum mit einem Aushängeschild bekannt gemacht.