Inschriften, Wappen und Haussprüche

Wappen, Inschriften und Haussprüche gehören zum Dorfbild.

Inschrift Haus Clopath im Oberdorf.

Unter den verschiedenen wissenschaftlichen Auslegungen des Begriffes «Inschrift» hat sich in der deutschen Forschung zur mittelalterlichen und neuzeitlichen Epigraphik die Definition von Rudolf M. Kloos (1926–1982) durchgesetzt. Demzufolge sind Inschriften «Beschriftungen verschiedener Materialien – in Stein, Holz, Metall, Leder, Stoff, Email, Glas, Mosaik usw. –, die von Kräften und mit Methoden hergestellt sind, die nicht dem Schreibschul- und Kanzleibetrieb angehören». [1]

Ein Wappen ist ein schildförmiges Zeichen, angelehnt an den Schild als Schutzwaffe des Mittelalters. Es kann als Hoheitszeichen für einen Staat, ein Land, eine Stadt stehen oder symbolisch die Bedeutung einer Familie oder einer Person repräsentieren und legitimieren. Familienwappen, die eine Nobilitierung (Erhebung in den Adelsstand) belegen, sind zumeist erblich. Bei Sportvereinen sind ebenfalls regelmäßig derartige Symbole zu finden. Ein Wappen kann auch ein Signet z. B. von Körperschaften oder Studentenverbindungen sein. [2]

Ein Hausspruch, auch als Spruchinschrift bezeichnet, ist eine durch bestimmte Wesensmerkmale gekennzeichnete Art von Hausinschrift, die an der Fassade von Gebäuden angebracht ist. Anders als in Bauinschriften oder reinen Bausprüchen beinhalten Haussprüche vom Baugeschehen unabhängige Themen, dies belegen entsprechende volkskundliche Untersuchungen des Vincke-Hausinschriften-Kreises. Öfter bekundet der Bauherr darin auch einmal seine Lebenseinstellung. Viele alte Fachwerkhäuser tragen solche in einen Holzbalken geschnitzte Haussprüche über dem Eingang oder über den Toröffnungen alter Scheunen in Form von Bibelsprüchen, Segenswünschen, Mahnworten, Neidaussagen oder Ähnlichem mehr. [3]

  1. https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Inschriften
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Wappen
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Hausspruch